Büttenredner 2010/2011

Sie erzählten Spektakuläres, Politisches oder einfach nur Komisches. Auch in der Kampagne 2010/2011 begeisterten viele Büttenredner das Publikum der Prunksitzung.

Herr Rektor

Kein Wunder, dass er als Rektor einer Mosbacher Schule graue Haare bekommen hat, zu viel liegt seiner Meinung nach im Argen: Die Klassen sind zu voll, es gibt nicht genügend Klassenzimmer und der Gemeinderat kann sich nicht über die Werkrealschulen einigen. Die Schüler gehen lieber zum Kiosk, bevor sie sich umständlich eine Essensmarke für die Mensa besorgen usw. Dabei könnte alles so einfach sein, aber niemand will auf ihn hören.

Himmelsbote

Peter Kolbert vom MGV Neckarperle kam als geflügelter Himmelsbote in die Bütt und verkündete, dass bald ein neuer Stern über Mosbach seine Kreise ziehen wird: Doc Ulmer, der dort als Engel seine Strafrunden absolviert. Weil die Neckarelzer zu lange im Verein rumhocken, haben sie keine Zeit mehr für ihre Frauen. Aber weil zu seinen Gesangseinlagen kräftig geschunkelt wurde konnte er feststellen: Nur Neckarelzer können schunkeln und gleichzeitig freihändig trinken.

Zwei Schülerinnen

„Bildung tut Not“ fanden die beiden Schülerinnen in ihrer gekonnt vorgetragenen Doppelbütt. Besondere Defizite entdeckten sie bei ihren Lehrern und Eltern. Ihre Zeitungslektüre brachte sie auf tolle Ideen, wie z.B. einen Sitzstreik gegen verbotene Kinderarbeit in Form von Kinderzimmeraufräumen.

Kleiner Mann von der Straße

Klaus Pollakowsky nahm in seinem Vortrag als „kleiner Mann von der Straße“ wieder einmal die Wahlversprechen der Parteien aufs Korn: „Wir haben ein Herz für die kleinen Leute“, hieß es. Und heute? Den Kleinen gehört das Herz und die Großen kriegen die Kohle. Immerhin konnte er sich darüber freuen, dass die Kanzlerin am Strom spart, denn sie hat wieder keine großen Leuchten in der Regierung. Und weil sich Leistung wieder lohnen soll, leistet die sich auch allerhand.

Ein-Mann-Leitstelle

Dr. Thomas Ulmer machte den Mosbacher Fortschritt deutlich, indem er alleine die Leitstelle für Rotes Kreuz, Polizei und Feuerwehr managte. Er wäre sicher unter der Last dieser Aufgabe zusammengebrochen, hätte er nicht ein kräftiges Vesper und einen Wecker dabei gehabt. So aber sparte er nicht mit lebensgefährlichen Ratschlägen an seine Anrufer, z.B. zum Entschärfen von Bomben, oder mit hilfreichen Diagnosen: „Fällt der Bauer tot vom Traktor, steht in der Nähe ein Reaktor!“

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