Erster Neck des KG Neckario – Hans-Joachim Völler

Erster Neck der KG Neckario.

 

erster Neck

Hans-Joachim Völler brachte für den Verein stets großen Einsatz.

Hans-Joachim Völler wurde 1925 in Elberfeld-Sonnborn im Rheinland geboren. 1960 zog er mit seiner Familie nach Neckarelz, und ab 1961 wirkte er aktiv bei der KG Neckario mit. Nachdem im Verein die Idee eines „Neck“ geboren war, verkörperte er 1962 erstmals diese Symbolfigur. Mehrere Jahre führte er so die Neckarelzer Narren durch die Kampagnen. Bei den Neckeinholungen entstieg er dem Neckar und nahm danach am Neckarelzer Rathaus von Bürgermeister Weisbrod den symbolischen Rathausschlüssel in Empfang. Einige Male ritt er dabei hoch zu Roß vom Neckarufer zum Marktplatz.

Damals waren neben Hans-Joachim Völler besonders Hermann Haarmann, Franz Schade, Herrmann Endlich, Bernhard Neureither und Kuno Schnader sehr engagiert und wurden von zahlreichen aktiven Mitgliedern tatkräftig unterstützt. Zu dieser Zeit gab es noch wenige Fernseher, und so beteiligte sich fast der ganze Ort an den Veranstaltungen. Bei der Neckeinholung säumten die Zuschauer den ganzen Weg vom Neckar zum Marktplatz, wo vor dem alten Neckarelzer Rathaus eine Bühne aufgestellt war.

Es gab damals sogar einen Nixentanz, mit dem die beiden Nixen 1965 bei einem Turnier in Ludwigshafen außer Konkurrenz auftraten. Neben seiner Funktion als Neck war Hans-Joachim Völler auch wegen seiner jährlichen politischen Büttenreden als Dr. Eisenbart bekannt.

1969 wurde er am Herz operiert, und obwohl er sich danach schonen musste, setzte er sich weiterhin tatkräftig in seinem Beruf als Prokurist bei der Fa. Vogelsang und als Aktiver bei der KG Neckario ein. Sieben Jahre nach der Operation verstarb Hans-Joachim Völler 1976 im Alter von nur 51 Jahren. Mehrere Narren der Neckario haben seither die Rolle des Neck übernommen, und so wird die einzigartige Tradition der Neckeinholung in Neckarelz auch heute noch fortgeführt.

Besucherandrang bei einer Neckario-Veranstaltung 1963 vor dem alten Neckarelzer Rathaus.

Bürgermeister Weisbrod übergab 1967 im beisein von 1. Vors. Franz Schade (h.l.) und Präs. Hermann Endlich (m) den symbolischen Rathausschlüssel an den Neck Hans-Joachim Völler.

Hans-Joachim Völler 1963 als Dr. Eisenbart.

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