Franz Schade

Franz Schade hat die KG Neckario über die Landesgrenze hinaus bekannt gemacht.

Zahlreiche Mitglieder haben seit der Gründung der KG Neckario dem Verein zu Ansehen und Erfolg verholfen. Einige davon haben mit großem persönlichen Einsatz den Verein repräsentiert und geprägt. Einer von ihnen war der bekannte 1. Vors. Franz Schade.

Obwohl Franz Schade im Alter von 33 Jahren durch Kriegseinwirkung erblindete, war er zu jeder Zeit ein lebensbejahender Mensch. Ende 1953 kamen der gebürtige Berliner und seine Frau nach Neckarelz, wo sie gemeinsam das Blindenheim Klingenburg  leiteten. Kurz darauf wurde er Mitglied der noch jungen KG Neckario mit Hermann Haarmann als Präsident und Erich Heinrich als 1. Vorsitzender. Nach dessen Tod übernahm Franz Schade 1959 den Vorstand.

In dieser Eigenschaft bereiste er nicht nur ganz Deutschland, sondern auch zahlreiche Nachbarländer. Durch seine Kontakt- freudigkeit knüpfte er viele Freundschaften und machte die KG Neckario über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Zu seinem Freundeskreis zählte auch das heutige Ehrenmitglied, Frau Ministerin a. D. Annemarie Griesinger. Karnevalsfreunde wie die Blauen Funken aus Obladen kamen oft und gerne zu Besuchen und Auftritten nach Neckarelz, wurden sie doch stets freundlich aufgenommen und vorbildlich betreut.

Für seine besonderen Verdienste bei der Blindenbetreuung (er war Vorsitzender des Badischen Blindenvereins) wurde er 1970 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Die KG Neckario wurde immer mehr zu seinem Lebensinhalt, bis er am 27.01.84 plötzlich und unerwartet verstarb.

Nach seinem Tod gab seine Frau Martha Schade drei Vitrinenschränke mit Orden, wie von Franz Schade zu Lebzeiten gewünscht, an das Narrenmuseum der Stadt Buchen. Mit seinem großen Einsatz für die KG Neckario hat er diese mit geprägt und ist durch seine besondere Leistung auch heute noch unvergessen.

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